Alles begann mit der Ankündigung "Metall Holz Ton Glas" (1995). Der künstlerische Umgang mit verschiedenen Materialien steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Thon-Dittmar-Hof und in der Sigismundkapelle. Fingerabdrücke auf der Einladungskarte markieren den Anfang des Weges, die ersten Spuren werden hinterlassen.
Im Jahr darauf werden Lichterboote ausgesandt, um Interessierten den Weg in die Ausstellung schmackhaft zu machen: " -ausgewählt und angewandt-" (1996), Arbeiten in Holz, Ton, Metall, Stoff, Glas.
"Gegensätze" (1997) und folgende Ausstellungen werden auf ein von den Beteiligten gemeinsam entwickeltes Thema bezogen. Mit dem „Auf und ab und Hin und her“ wird ein Grundthema des Lebens aufgegriffen und gleichzeitig ein Dialog zwischen Kunstwerken und Betrachter in Gang gesetzt.
Mit "N°. 4" (1998) etabliert sich die Ausstellung des Marktes als Institution und zeigt eine phantasievolle Auswahl künstlerischer Arbeiten.
Reisen und Wandlungen charakterisieren den Weg der Künstler und sie verdeutlichen dies in der "TraumZeit" (1999), wagen den „Sprung ins Ungewisse“, zeigen „Traumreisende“ „zwischen den Welten“ oder wie „Frau Mahlzahn baden geht“, treten „aus dem Schatten“ heraus und finden „Weggefährten“, „Traumpaare“, „Nachfolger“ und „Schläfer“.
In "Blau" (2000) vertieft präsentieren die Künstler ihre sehenswerten Objekte. In einem Gemeinschaftsprojekt verhängen sie den Innenhof mit blauen Tuchobjekten auf Stahlseilen. Die Künstler beteiligen die Besucher am künstlerischen Prozess: sie füllen einen Glaskasten mit kleinen blauen Alltagsgegenständen und erleben, wie in diesem Sammelsurium die Dinge plötzlich eine ungeahnte Kostbarkeit erhalten.
2001 vollführen sie "Gedankensprünge", akkustisch untermalt und mit einer Aufgabe für die Besucher, auf einer schier endlosen Papierschleife eine Wörterschlange fortzusetzen.
Immer noch vom „Gedankenspringginkerl“ und vom „Dort jetzt und dann“ inspiriert, geht es 2002 um "Bewegung". Begleitet von einer Tanzgruppe, bezeugen die Künstler ihre Lebendigkeit und Fortbewegung in ihren Objekten: „Wettrennen mit Pferd“, Wie ein Fisch im Wasser“ oder gar „Mitgerissen“ und treibend auf „Eisschollen“ und immer auf „Veränderungen – jetzt“ bedacht.
Ein Lichtblick in der Ferne, ein ferner Punkt am Ende des Weges, so könnte man "Horizonte" 2003 deuten. Eingefangen mit „Ich hab den Horizont geküsst“ und der gemeinsamen Installation Sonnenblumenfeld im Winter wird die Erweiterung und Lichtung des Weges sowie die Imagination von Hoffnung und Wärme eindrucksvoll vermittelt.
Inzwischen haben die Gemeinschaftsprojekte im Konzept der Ausstellung eine beständige Rolle. "Die Neunte" (2004) widmet sich dem Spiel mit der außergewöhnlichen und symbolischen Neun, der letzten Zahl vor der Zehn. Mit neun Säulen, umhüllt von schwarz beschriftetem Plexiglas, setzen die Künstler Zeichen und Markierungen für die Entwicklung im neunten Jahr.
"Bilder Skulpturen Objekte" (2005) ist eine Jubiläumsveranstaltung. Zehn Jahre jung und künstlerisch aus den Kinderschuhen und dem reinen Kunsthandwerk herausgewachsen. Das Projekt Mikado macht die Rückbesinnung auf die gewonnene Ordnung und neue Veränderungen möglich. Die Holzstangen dürfen von den Besuchern während der Ausstellung anders gelegt und bewegt werden, um somit ein Objekt im ständigen Veränderungsprozess zu erschaffen, und zum Schluß werden sie verkauft zugunsten der Noma-Hilfe Regensburg.
"Rundumadum" (2006) geht es bis zum Weihnachtsfest. Im Mittelpunkt steht die vollkommene Linie des Kreises und Form der Kugel und deren Bewegung sowie dem Herum, dem Einhüllenden, den Schichten, dem Außen. Im Hof entsteht ein Bewegungsfeld mit Maschinen, Geräten oder Objekten, die sich rund drehen und bewegen lassen. „Life is a merry-go-round“, „Begrüßungsmaschine“ oder Objekte „aus Kindertagen“ und eine „Giraffina“ neben „Grüner Planet“ haben viele Besucher überrascht und nicht nur zum Schmunzeln animiert.
"IrrWege" (2007) ist die aktuelle Ausstellung, die sich der Metapher von IrrWegen leidenschaftlich widmet. Ein Gemeinschaftsprojekt bildet die Mitte in den Arbeiten der Künstler, ein begehbares Labyrinth mit künstlerisch gestalteten Innenwänden und hautnah zu erleben. Weniger Trampelpfad als vielmehr Kunstparcours mit Überraschungen. Eines ist sicher, erst im Begehen entsteht ein IrrWeg, er existiert nicht an sich.
„aquaplaning“ (2008) begeben sich 15 Künsterinnen aufs Wasser und zeigen die vielseitige Bedeutung dieses Elementes auf, in seinen Eigenschaften, in seinen Formen und Auswirkungen. Klar, erfrischend, prickelnd, sprudelnd, herabstürzend sind ihre Werke. Ihre Aktivitäten münden in das Gemeinschaftsprojekt „Nasszelle“.
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